Seite wählen

(Foto: Arte / dpa)

10. Juni
2020

Die Story von Marilyn Monroe und Ella Fitzgerald wird oft als Beispiel für Diskriminierung schwarzer KünstlerInnen in den USA und als Beispiel für weibliche Solidarität erzählt.

Der Mocambo Nightclub in Los Angeles hätte 1955 der damals noch unbekannten Sängerin Ella Fitzgerald ein Engagement verweigert, heißt es in der Legende. Als Grund werden ihre Hautfarbe und ihre Kleidergröße genannt.
Marilyn Monroe, die Ella Fitzgerald bereits singen gehört hatte, setzte sich für sie ein: Wenn die Besitzer die Sängerin engagieren würden, würde sie, Marilyn, sich jeden Abend in die erste Reihe setzen und damit eine Menge Reporter anlocken. Genauso geschah es dann auch.

Doch was ist an dieser Geschichte wahr, was ist falsch?

Falsch ist, wie unsere Recherchen ergeben haben, dass Ella Fitzgerald wegen ihrer Hautfarbe abgewiesen worden war. Denn es waren schon vorher afroamerikanische KünstlerInnen wie Herb Jeffries, Eartha Kitt und Joyce Bryant im Mocambo aufgetreten.
Ob Fitzgeralds Kleidergröße bei der ursprünglichen Ablehnung eine Rolle spielte, konnten wir nicht verifizieren. Was wir aber anhand verschiedener Berichte herausgefunden haben, ist: Die Besitzer wollten Ella Fitzgerald deshalb nicht engagieren, weil sie befürchteten, die Künstlerin sei zu wenig bekannt und würde zu wenig Publikum anlocken. Genau deshalb versprach Marilyn ihr Kommen, weil sie wusste, dass sie damit für PR sorgen würde.

Die Geschichte zeigt: Oft geht es nicht darum, was jemand kann, sondern wie bekannt er/sie ist. Daher ist es wichtig, dass Expertinnen einander unterstützen, um sichtbar zu werden.

Das kannst du von Marilyn Monroe lernen:
Wenn du – egal ob Expertin oder Experte – schon einen gewissen Namen hast und das nächste Mal auf ein Podium geladen wirst, dann bestehe darauf, dass die Veranstalter auch eine weitere, weniger bekannte Expertin deiner Wahl einladen.

Wenn du – egal ob Experte oder Expertin – auf ein Podium geladen wirst, auf dem es keine oder nur eine Frau und sonst nur Männer gibt, dann bestehe darauf, dass mindestens eine weitere Expertin eingeladen wird und nenne am besten gleich den Namen einer Expertin aus deinem Bekanntenkreis.

Wenn du selbst als Expertin noch nicht ausreichend sichtbar bist, dann scheue dich nicht, Expertinnen und Experten aus deinem Bekanntenkreis zu bitten, dich weiterzuempfehlen. Bereite dir dazu vorher ein kurzes Factsheet vor, aus dem klar ersichtlich ist, was deine Expertise ist und zu welchen Themen du Stellung nehmen willst.

Viel Erfolg!

Deine Sichtbarkeitsexpertinnen

Sigrid Neureiter & Margarita Misheva

Stimme, Kleidung, Auftreten…
Es gibt zahllose Angebote, die sich dem einen oder anderen Aspekt der öffentlichen Sichtbarkeit widmen. Doch solche Angebote bringen Frauen noch lange nicht auf
Bühnen und Podien, machen sie nicht als Expertinnen sichtbar in klassischen und digitalen Medien, bei Diskussionen im Fernsehen und bei Veranstaltungen. Entscheidend dafür ist das eigene Mindset.

Es geht darum, ja zu sagen. Ja, ich will … auf die Bühne, auf das Podium, vor das Mikrofon, in die Medien. Ja, ich will als Unternehmerin, Führungsfrau, Expertin sichtbar werden. Und Nein, ich will nicht warten, bis ich gefragt werde. Ich nehme das selbst in die Hand. Jetzt!

Jederzeit und überall: Über unsere Social-Media-Kanäle verpasst du keine unserer Neuigkeiten mehr und bist jederzeit über das Geschehen rund um das Thema „E-Faktor.Expertinnen sichtbar machen“ auf dem Laufenden.
Einfach auf die Links klicken – liken und folgen.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?